Im März 2025 erreichten die Tesla-Autoverkäufe in Frankreich und Schweden ihren niedrigsten Stand seit vier Jahren, ein weiterer Beweis für die abnehmende Popularität der Elektroautos der amerikanischen Marke auf dem europäischen Markt. Der Rückgang der Verkaufszahlen erfolgte vor dem Hintergrund der zunehmenden Konkurrenz durch chinesische Hersteller und der Proteste gegen die politischen Ansichten von Elon Musk.
Laut Reuters gingen die Tesla-Verkäufe in Frankreich und Schweden den dritten Monat in Folge zurück, was in diesen Ländern zu den schlechtesten Ergebnissen im ersten Quartal 2025 seit 2021 führte. Quentin Wilson, Gründer der britischen Interessenvertretung für Elektroautos FairCharge, stellte fest, dass die Marke Tesla noch nie einen solchen weltweiten Popularitätsverlust erlebt habe.
Einer der Gründe für den Rückgang sind auch Musks politische Ansichten, die sich negativ auf das Image des Unternehmens auswirkten. Infolgedessen sind Tesla-Autos und -Händler zur Zielscheibe von Vandalen geworden. In mehreren europäischen Städten wie Rom, Berlin und Stockholm kam es zu Vandalismusakten: Dutzende Autos wurden in Brand gesteckt und Ausstellungshallen mit Sprühfarbe besprüht.
Offiziellen Zahlen zufolge verzeichnete Tesla im März in Frankreich lediglich 3.157 Verkäufe, in Schweden 911 und in Norwegen 2.211, was einem Rückgang von 36,83 %, 63,9 % bzw. 1 % gegenüber dem März des Vorjahres entspricht. In Dänemark sanken die Verkäufe um 65,6 Prozent auf 593 Autos, in den Niederlanden betrug der Rückgang 61 Prozent (1.536 Autos).
Auch auf Quartalssicht sind die Ergebnisse beeindruckend: In Frankreich gingen die Tesla-Verkäufe um 41,1 Prozent zurück, in Schweden um 55,3 Prozent, in Norwegen um 12,5 Prozent, in Dänemark um 55,3 Prozent und in den Niederlanden um 49,7 Prozent. Diese Situation stellt die anhaltende Wettbewerbsfähigkeit von Tesla auf dem europäischen Markt in Frage, wo traditionelle Automobilhersteller und chinesische Unternehmen ihre Positionen aktiv ausbauen.
In Spanien und Portugal hingegen stiegen die Tesla-Zulassungen im März um 34,3 % bzw. 2,1 %. Vergleicht man jedoch die Quartalszahlen, so ist in diesen Ländern ein Rückgang von 11,8 % bzw. 25,7 % zu verzeichnen.
Experten führen die schwachen Ergebnisse von Tesla in Europa auf eine Kombination mehrerer Faktoren zurück. Ihrer Meinung nach ist es dem Unternehmen nicht gelungen, preislich konkurrenzfähige Modelle auf den Markt zu bringen und seine Einmischung in die US-Politik vergrault einige Verbraucher. Gleichzeitig bieten neue Marktteilnehmer, darunter auch chinesische Unternehmen, günstigere und innovativere Elektrofahrzeugmodelle an, was die Situation für Tesla weiter verkompliziert.
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